Runningclubs: Wie du den richtigen für dich findest

Runningclubs: Wie du den richtigen für dich findest

Der Boom der Laufclubs: Warum sich immer mehr Menschen zusammenschließen

Vom Einzelsport zur Community

Laufen galt lange als typischer Einzelsport – nach der Arbeit Kopfhörer rein, Lieblingsstrecke, fertig. Doch seit einigen Jahren ändert sich das Bild: Laufclubs boomen. Die Kraft Runners oder Adidas Runners, um nur zwei der bekanntesten zu nennen, versammeln wöchentlich hunderte von Menschen in verschiedenen Städten für gemeinsame Runden und nicht selten anschließendem Kaffee oder Snacks. Von Treffpunkten um sieben Uhr frühs bis hin zu abends um 21 Uhr ist alles dabei.  

Und das nicht mehr nur in Großstädten, sondern inzwischen sogar in ländlichen Gebieten. Was früher Laufgruppen in Vereinen waren, sind heute oft junge, dynamische Communities mit klarer Identität, Social-Media-Präsenz und echter Crew-Mentalität.

Ob in Berlin, Köln, München oder kleineren Städten – Laufclubs sprießen überall aus dem Boden. Und das liegt nicht nur am Fitness-Trend. Sondern wohl eher einem Bedürfnis, das tiefer geht: Gemeinschaft. Nicht zuletzt geprägt durch die COVID-Epidemie, in der Gemeinschaft zum Mangel wurde und zum Teil neue Wege für Sport gefunden werden mussten.

Die neue Laufkultur

Die neue Generation der Laufcrews steht für mehr als nur Sport. Es geht um Lifestyle, gegenseitige Motivation und Zugehörigkeit. Statt starrer Trainingspläne und Vereinsstrukturen findest du lockere Gruppen, die nach dem Lauf gemeinsam frühstücken, Fotos posten oder neue Laufstrecken entdecken. Es werden sogar Events geplant, um gemeinsam Laufschuhe zu verschönern oder gemeinsame Raves direkt nach dem Run. 

Warum Laufclubs so motivierend sind

Gemeinsam läuft’s sich leichter

Motivation ist das Herzstück jeder Routine. Wer regelmäßig läuft, kennt die Tage, an denen der Schweinehund einfach stärker ist. Genau hier kommt die Magie von Laufclubs ins Spiel: Du bist nicht allein. Tag und Uhrzeit sind gesetzt. Die Gruppe zieht dich mit, gibt Energie und sorgt dafür, dass du dranbleibst – selbst an dunklen Winterabenden.

Gemeinsam starten, lachen, durchziehen und manchmal auch etwas leiden – das verbindet. Die Anstrengung wird bei interessanten Gesprächen glatt vergessen. Diese Verbindung kann der Schlüssel sein, um langfristig Freude am Laufen zu behalten.

Austausch & Inspiration

Wer zu einem Laufclub geht merkt: Hier triffst du Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen:

Vom Marathon-Veteranen über den Trail-Neuling bis zur Freizeitläuferin. Das inspiriert – und motiviert, selbst neue Ziele zu setzen. Und mal ehrlich: Ein Kompliment über deine Pace oder dein Durchhaltevermögen von jemandem, der deine Leidenschaft teilt, wirkt zehnmal stärker als jeder App-Highscore.

Neben den unterschiedlichen sportlichen Hintergründen wird aber auch eins deutlich: Man verlässt seine sonst übliche Bubble. Im Alltagstrott umgibt man sich große Teile seiner Zeit mit Arbeitskollegen oder Freunden, die ein ähnliches Leben führen wie man selbst. Die Gespräche mit Arbeitskollegen drehen sich nicht selten um fachliche Themen. In Laufclubs sind Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen anzutreffen. Selbst Personen, die einfach nur kurzzeitig zu Besuch sind, mischen sich mit unter die Menge. So kann der eigene Horizont wieder etwas erweitert werden - das schafft Raum für Inspiration.

Sicherheit & Struktur

Besonders für Frauen oder Einsteiger*innen kann Laufen in der Gruppe ein Sicherheitsgefühl geben – gerade abends oder auf neuen Strecken. Und: Regelmäßige Treffpunkte schaffen Routine. Wenn der Lauf im Kalender steht, fällt Absagen deutlich schwerer.

Wie du den richtigen Laufclub findest

Wo du suchen kannst

Heute gibt es mehr Möglichkeiten als je zuvor, Laufgruppen zu entdecken:

  • Instagram & Strava: Viele Laufcrews teilen dort ihre Trainingszeiten, Routen und Events. Hashtags wie #runclub oder #runnerscommunity deiner Stadt helfen beim Finden. In großen Städten gibt es zum Teil auch Seiten, die explizit nach Tagen sortiert die verschiedenen Runclubs pro Woche auflisten.
  • Laufsportgeschäfte: Viele Shops (z. B. Runners Point, Ryzon, lokale Stores) bieten regelmäßig gemeinsame Läufe oder Lauftreffs an.
  • Laufveranstaltungen: Bei Wettkämpfen oder Stadtläufen kannst du leicht andere Läufer*innen ansprechen, siehst die Cheering Zones oder Athlethen der Laufclubs.
  • Andere Sportler: Sobald du bei einem Laufclub bist, frage andere Sportler nach weiteren Gruppen. Häufig sind Läufer nicht nur in einem Laufclub unterwegs, sondern wechseln je nach Wochentag.

Die richtige Energie zählt (und vielleicht auch die Pace)

Nicht jeder Club passt zu jeder Person – und das ist völlig okay. Manche Crews sind sehr leistungsorientiert, andere eher locker. Frage dich:

  • Willst du schneller werden oder einfach Spaß haben?
  • Liebst du Trails oder Stadtläufe?
  • Suchst du Motivation oder Anschluss an eine Community mit gemeinsamen Events?
  • Wie schnell möchtest du während des Community Runs laufen?
  • Passt dir der Zeitpunkt des angebotenen Community Runs?

Viele Clubs bieten ein kostenloses Probetraining oder offene Runs an – nutze das! Du spürst schnell, ob du dich wohlfühlst.

Wenn es keinen passenden Laufclub gibt – mach deinen eigenen!

Der Anfang ist leichter, als du vielleicht denkst

Keine Gruppe in deiner Stadt? Dann ist das vielleicht dein Zeichen, etwas Eigenes zu starten. Ein Laufclub muss kein großer Verein sein – es reicht, mit ein paar Gleichgesinnten zu beginnen.

Starte klein: ein wöchentlicher Lauf, feste Uhrzeit, offene Einladung auf Social Media oder im Bekanntenkreis. Schon nach wenigen Wochen kann daraus eine feste Crew entstehen.

Wenn du bedenken hast, dass am Anfang niemand kommt: Stelle sicher, dass eine Person aus deinem Freundeskreis kommen wird oder organisiert den Run gemeinsam. Im "schlimmsten Fall" seid ihr zu zweit und macht euch eine schöne Runde - so stehst du sicher nicht alleine da.

Tipps für deinen eigenen Laufclub

  • Feste Routine: Lege einen festen Termin pro Woche fest.
  • Offenheit: Neue Mitglieder willkommen heißen – egal, wie schnell sie sind.
  • Herzlichkeit: Heiße zu Beginn des Runs alle Willkommen. Kleine Gesten, große Wirkung.
  • Pace und Distanz frühzeitig kommunizieren: Am besten teilst du schon in der Einladung (z.B. über Instagram) mit, welche Geschwindigkeit und wie weit eure Gruppe in etwa läuft. Das gibt Neulingen Sicherheit und so können Anfänger abschätzen, ob sie das Tempo mithalten können oder möchten. Niemand möchte nach einem Teil der Strecke abbrechen müssen.
  • Gemeinsame Ziele: Ob Stadtlauf, Halbmarathon oder Charity Run – ein Ziel motiviert.
  • Name & Identität: Eine eigene Crew-Identität, z. B. mit Namen, Logo oder Motto  stärkt das Wir-Gefühl.
  • Community First: Erfolge feiern, Fotos teilen, Erlebnisse posten. So entsteht ein echter Vibe. Wie wäre es mit einem Instagram Account?

Ein Laufclub ist kein Verein mit Bürokratie – er ist ein Community-Gefühl. Und genau dieses Gefühl macht ihn so besonders.

Mehr als „Singlebörse mit Laufschuhen“

Laufclubs haben in der Öffentlichkeit manchmal den Ruf, eine Art Dating-Plattform zu sein. Natürlich entstehen dort Freundschaften – manchmal auch Beziehungen – aber der wahre Kern ist ein anderer: Gemeinschaft durch gemeinsame Leidenschaft.

Hier geht es um gegenseitigen Support, mentale Stärke und das gute Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Viele beschreiben ihre Crew als „zweite Familie“ – Menschen, die dich feiern, wenn du dein Ziel erreichst, und dich auffangen, wenn es mal nicht läuft. Ein Termin, in dem es für dich nur um dich ganz persönlich geht.

Lass dich von diesem Ruf daher nicht abschrecken.

Wie Marken und Crews die Laufkultur neu definieren

Die neue Laufbewegung wird nicht nur von Vereinen, sondern auch von Marken getragen. Start-ups, kleine Labels wie Ryzon und Social Running Communities bringen frischen Wind in die Szene – mit cleanem Design, Events und echten Geschichten.

Cafés nutzen das Interesse, um die Sportler direkt danach zu sich in das Café zu holen und mit Kaffee und leckeren Kleinigkeiten zu versorgen.

Auch große Marken wie Adidas haben inzwischen den Wert der Lauf-Communities erkannt. Denn emotionale Nähe verkauft besser als jede andere Art von Marketing.

Fazit: Laufclubs boomen - nicht ohne Grund

Der Boom der Laufclubs zeigt, dass Läufer mehr wollen als nur sportlichen Ausgleich zum Alltag. Es ist die Gemeinschaft und Motivation, die die Menschen anzieht.

Wenn du also schon länger mit dem Gedanken spielst, dich einer Gruppe anzuschließen oder selbst eine zu gründen – tu es! Du wirst neue Menschen kennenlernen, mehr Spaß haben und entdecken, was „Crew Spirit“ wirklich bedeutet. Und wer weiß – vielleicht startet dein eigener kleiner Laufclub schon bald durch. 🚀

Wenn du dabei auch noch den passenden Look und Support an den Füßen willst, schau bei unseren RCKTCRW Socken vorbei. 😉

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